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Nachhaltig und Bienenfreundlich

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Nachhaltig und Bienenfreundlich

Die Wiesen und Äcker im unmittelbaren Flugradius unserer Bienen werden als Biodiversitätsflächen mit Pflanzen bewirtschaftet, die nicht nur unsere Honigbienen sondern auch viele andere Insekten anziehen, die es sonst schwer haben, in der traditionell geführten Landwirtschaft ausreichend Nahrung zu finden. Angepflanzt werden „Insektenmischungen“, die zB Disteln, Phazelia und diverse Kleesorten enthalten. Aber auch andere während der vergangenen Jahrzehnte durch Unkrautvernichter zurückgedrängte Pflanzen wie Kornblumen, Natternköpfe oder wilder Borretsch erobern auf diesen Flächen ihre alte Heimat neu. Wir arbeiten laufend daran, den Pestizideinsatz im Einzugsbereich der Brandl-Bienen komplett zurück zu drängen.

Neue Wege gegen die Varroa-Milbe

Auch bei der Pflege der Bienen haben wir uns von Anfang an sehr bemüht, neue Wege zu gehen. So behandeln wir die Bienenstöcke bienenschonend mit Wärme (Hyperthermie) gegen die Varroa-Milbe, die gemeinsam mit Pflanzenschutzmitteln die größte Bedrohung der Honigbiene ist. Entgegen der üblichen Verdampfung von Ameisensäure oder Oxalsäure im Stock (was man sich vorstellen kann wie einen Aufguss mit Ameisensäure in der Sauna) wird die Bienenbrut im Varroa-Controller schonend auf eine Temperatur aufgewärmt, die für den Varroa-Nachwuchs tödlich aber für die Bienenlarven unbedenklich ist. Gemeinsam mit strenger Wabenhygiene und vielfältigen Nahrungsquellen in der unmittelbaren Umgebung führt dies dazu, dass uns seit Beginn unserer Tätigkeit Winterverluste unbekannt sind und wir starke, widerstandsfähige Völker führen können.

Warum der große Aufwand?

Honigqualität. Bedenkt man, dass Bienen – um Treibstoff zu sparen – immer die nächstliegende Blüte anfliegen, können wir weitestgehend sicherstellen, dass die Sammlerinnen auch tatsächlich Nektar und Pollen von unbelasteten Pflanzen bekommen und der Honig frei von schädlichen chemischen Einflüssen ist.

Naturschutz. Die Flächen sollen aus der traditionellen Landwirtschaft herausgenommen und schonend behandelt werden. Dies bedeutet: keine Pestizide, keine Düngung, biodiverse Bepflanzung, Heimat für seltene Tiere und Blumen.

Bienenschutz. Keine Chemie im Bienenstock, keine Ameisen- oder Oxalsäure, keine Medikamente, keine Pestizide im Honig oder im Pollenvorrat des Bienenvolks. Gesunde Lebensbedingungen für die effizientesten Bestäuber, die in der Natur zu finden sind.

Alternative Bodennutzung. Es muss nicht immer ressourcen- und pestizidintensiver Mais oder Getreide in Monokultur sein. Wir wollen wissen, ob die Honigproduktion eine Alternative zur traditionellen Flächennutzung sein könnte – profitable Landwirtschaft unter größtmöglicher Schonung der Ressourcen.

Wir sagen Danke!

Wir danken unseren Nachbarn Gerti und Walter Reiter, dass sie ihre und unsere Wiesen als große Biodiversitätsflächen und ihre sowie unsere Äcker mit bienenfreundlichen Pflanzen bewirtschaften. Wir danken dem Alleskönner Rudi Berger, dass er die Arbeit mit maßgeschneiderten technischen Konstruktionen und durch rasches Eingreifen, wenn etwas repariert werden muss, erleichtert. Wir danken Bruno und Paul Mayer für die Hilfe beim Entfernen vom Borkenkäfer befallener Nadelbäume und beim Einpflanzen neuer Laubbäume, deren Blüten bald Nektar und Pollen spenden werden. Wir bedanken uns bei
Hans Pernerstorfer, dem wahrscheinlich besten Gärtner im Waldviertel, für Bäume, Hecken und Pflanzen auf Böschungen, die nicht nur Nektar und Pollen spenden sondern auch unfassbar gut aussehen. Last but not least danken wir dem Bürgermeister Franz Sinhuber für wertvolle Ratschläge im Rahmen behördlicher Verfahren und seine wohlwollende Einstellung zu unserem neuen Bienenhaus sowie allen KrumauerInnen, die unserem Projekt immer interessiert gegenüber stehen.

Vielen Dank, dass Sie Honey for Charity unterstützen!

Dr. Ernst Brandl
Imker

 

ORF-Bürgeranwalt
Bienensterben durch Pestizideinsatz

Teil 2 – Bienensterben durch Pestizideinsatz

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